Problem mit RS232 Dimmer

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Passi
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Problem mit RS232 Dimmer

Beitrag von Passi » 14.08.2012, 23:24

Hi,

ich verwende einen PC-Dimmer mit RS232 Schnittstelle, eins der ersten Dimmerpakcs die es so gab (mit AT90S2313) mit Firmware v.2.3e

Schon seit Beginn habe ich ein Problem festgestellt, dass bei mir unter folgenden Bedingungen auftritt:
Ich verwende 4 der 8 Kanäle (1, 3, 5, 7). Ich dimme diese alle auf einen mittleren Level (z.B. 150) und behalte dann diesen Zustand bei (d.h. es werden keine neuen Befehle gesendet). In unregelmäßigen Abständen tritt dann das Problem auf, das alle Kanäle die aktuell auf >0 und <255 gedimmt sind, innerhalb 1-2 Sekunden auf Ihren Maximalwert (255) gedimmt werden (alle gleichzeitig), und dann sofort wieder auf den eigentlich eingestellten Wert (hier 150) zurückfallen. Dies wiederholt sich dann undefinierbare Male (mal nur 1x, mal 10x hintereinander).

Sobald ich einen Kanal auf 0 dimme, bleibt dieser auch aus. Sobald ich einen Kanal auf 255 dimme, bleibt dieser bei seiner Maximalhelligkeit. Nur alle Werte dazwischen sind betroffen. Dimme ich z.B. einen Kanal während einer solchen Schleife direkt auf einen bestimmten Wert (Zeit=0), dann nutzt das nichts. Der Befehl wird ignoriert bzw. die eingestellte Helligkeit tritt erst zum Vorschein, wenn die Schleife beendet ist.

Ist das Problem evtl. bekannt :-)? Gibt es eine neuere Firmware oder eine einfache Möglichkeit, auf die neue Firmware upzugraden (für den Atmega8)? Sieht für mich zumindest nach einem Überlaufproblem o.ä. aus, leider ist mir die Assembler Firmware aber doch zu undurchsichtig um selber auf Fehlersuche zu gehen..

Danke und viele Grüße
Pascal

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Re: Problem mit RS232 Dimmer

Beitrag von admin » 15.08.2012, 06:57

Guten Morgen,


das beschriebene Problem ist auf die Nulldurchgangserkennung zurückzuführen. Hat man sehr viel Störungen im Netz, kann der Nulldurchgang nicht mehr korrekt erkannt werden und die PLL verliert ihren Lock. Dann "sucht" die PLL wieder nach dem korrekten Nulldurchgang (deshalb auch die ungewollten Fadings), bis der Lock wieder gefunden wird. In den neuen DMX-Dimmerpacks habe ich diese PLL durch eine andere Methode gelöst. Hier flimmert es nur kurz und unmerklich, da der Lock viel schneller gefunden werden kann.

Ich müsste mal schauen, ob man diese Methode nicht auch auf dem RS232-Dimmerpack ohne viel Aufwand implementieren kann. Alternativ kann man versuchen die Quelle für das Nulldurchgangssignal durch zusätzliche Kondensatoren auf der AC-Seite ein wenig zu glätten.


viele Grüße,
Christian

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Re: Problem mit RS232 Dimmer

Beitrag von Passi » 15.08.2012, 22:04

Hi Christian,

vielen Dank für die rasante Antwort und die Erklärung zur Fehlerursache.
Hm, dass das Netz hier ziemlich viele Störungen hat, hab ich jetzt leider schon öfters gemerkt :-(

Falls Du irgendwann mal Zeit und Lust hat draufzuschauen, würd ich mich sehr freuen. Aber mach Dir keinen Stress deswegen.

Danke und viele Grüße,
Pascal

Passi
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Re: Problem mit RS232 Dimmer

Beitrag von Passi » 02.09.2012, 14:57

Hi Christian,

nochmal eine Frage hierzu.
Wegen verschiedener anderer Überlegungen spiele ich momentan mit dem Gedanken, mir eine Online-USV zu holen (also eine solche, die die angeschlossenen Geräte kontinuerlich über den Akku laufen lässt). Wenn ich beim Kauf darauf achte, dass die USV eine galvanische Trennung oder einen Trenntrafo hat, könnte ich den PC Dimmer dann an der USV betreiben und wäre das Problem los?

Zitat von hier: "Verfügt die [Online-]USV über eine galvanische Trennung oder einen Trenntransformator (Trenntrafo) werden sogar Störungen über den Null- bzw. Erdleiter gefiltert." - Das klingt doch genau nach dem, was ich brauche. Ist nur die Frage, ob Du irgendwelche Probleme dabei siehst, das Board über eine USV zu betreiben?

Danke und viele Grüße
Pascal

PS: Ist mir klar, dass das eigentlich totaler Overkill ist. Aber wenn ich eh schon eine USV besorgen würde... ;-)

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Re: Problem mit RS232 Dimmer

Beitrag von admin » 02.09.2012, 22:04

Hi,


die USV hat ja einen Wechselrichter On-Board. Bei Deiner Version wird vermutlich die 230V-AC-Spannung immer Gleichgerichtet und dann per Wechselrichter wieder in Sinus umgewandelt. Somit werden Störungen der Netzspannung immer ausgeglichen, da du nach der USV immer ein eigenes Netz besitzt.

Generell sollte der Betrieb an solchen USVs problemlos möglich sein, sofern Sie mit einem echten Sinus arbeiten. Einfach mal ausprobieren. Dennoch wäre es sicher sinnvoller die Störung Schaltungstechnisch oder Softwaretechnisch in den Griff zu bekommen, aber dazu fehlt mir momentan die Zeit (die Tatsache, dass ich Sonntag-Abends erst um 23 Uhr nach Hause komme, sagt alles :) ).


viele Grüße,
Christian

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