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DMX, genauer gesagt DMX512, ist ein nach der USITT (United States Institute for Theatre Technology) standardisiertes Verfahren um Beleuchtungseinrichtungen zentral zu steuern. Die Abkürzung steht für Digital MultipleX und deutet auf das Verfahren 512 Kanäle in eine Nachricht zu packen hin.


Auf http://www.usitt.org findet man die Ursprungsseite, auf der ein paar Informationen zum eigentlichen Normungsprozess stehen. Technisch sieht das DMX Signal wie folgt aus:


dmx512signal


DMX512 reiht einzelne Datenbytes aneinander und somit zeitlich aufeinanderfolgend übertragen. Dabei wird Kanal 0 bei einer Standardübertragung immer als "0" gesendet. Daraufhin reihen sich dann alle 512 Kanalbytes entsprechend an. Am Ende wird der DMX-Frame vom Endbit und dem Mark zwischen dem abgeschlossenem und dem nächsten DMX-Frame abgeschlossen.


Kanal 0 wird bei der kommenden DMX-Generation als Kennzeichnung für andersartige DMX-Nachrichten verwendet. So kann man zukünftig per RDM (Remote Device Management) mit entsprechend verändertem Startbyte Geräte Konfigurieren, und sogar deren Status abfragen, indem eine DMX-Rückleitung kurzzeitig für nur das abzufragende DMX-Gerät verwendet wird.


Für die Übertragung von DMX-Daten werden entsprechend gut geschirmte Leitungen verwendet. Als Stecker kommen nach der Norm 5-polige XLR-Stecker zum Einsatz. Da aber die (wohlgemerkt standardmissachtende) Verwendung von Mikrofonleitungen mit 3-poligem XLR mittlerweile ein Quasistandard ist, werden gerade in dem günstigeren Bereich ausschließlich 3-polige Stecker verwendet, zumahl zwei Pins der 5-poligen Stecker sowieso laut Norm lediglich als Reserve dienen:


dmx512xlr


Da Cat.5e Netzwerkkabel einiges günstiger als DMX-XLR-Kabel sind, möchte ich hier auch die offizielle Belegung der Cat.5e-Netzwerkkabel aufzeigen:


Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4

Nummer

Kabelfarbe

DMX512 Funktion

1

Weiß/Orange

Data 1+

2

Orange

Data 1-

3

Weiß/Grün

Data 2+ (oder frei)

6

Grün

Data 2- (oder frei)

4

Blau

Frei

5

Weiß/Blau

Frei

7

Weiß/Braun

Masse für Data 1

8

Braun

Masse für Data 2 (oder frei)

Drain


Mit DMX512 kann man mittlerweile fast unbegrenzt viele Dinge tun. Von der Steuerung von einfachen Scheinwerfern über Dimmerpacks, über LED-Strahler mit unbegrenzt vielen Farbmöglichkeiten, bishin zu komplexen Scannern und MovingHeads. DMX gibt es zudem nicht nur in leitungsgebundener Form, sondern auch als WirelessDMX, um z.B. bewegliche Effekte zu ermöglichen.

DMX kann ebenfalls per Netzwerk versandt werden, sodass man z.B. einen Steuercomputer lediglich über ein herkömmliches Netzwerk angeschlossen hat. Die Daten werden in diesem Falle über das ArtNET Protokoll übertragen, welches sogar mehrere Universes gleichzeitig unterstüzt.


Weiterhin steuert DMX512 Medienserver, die Videos und Tondateien abspielen, DVD Player mit entsprechendem DMX-Eingang und noch vieles mehr. Bei aktuellen Geräten mit 16 und mehr Kanälen werden dann sogar die verfügbaren 512 Kanäle pro DMX-Universe schnell zu klein, sodass man bei größeren Veranstaltungen schonmal mehrere DMX-Universes verwendet.



Um nun seine DMX-Geräte an ein Interface anschließen zu können, müssen alle Geräte an den gleichen DMX-Bus angeschlossen werden. Die Geräte werden dazu mit einer Geräteadresse versehen, damit diese Wissen, auf welche Daten es reagieren soll. Verbindungsmäßig wird somit ein DMX Kabel von einem zum nächsten Gerät geschleift, um alle Geräte miteinander verbinden zu können (Daisy-Chain-Verbindung). Es können allerdings nur maximal 32 Geräte an einen DMX-Bus angeschlossen werden, da sonst die Belastung für den DMX-Transceiver zu groß wird. Es können bei mehreren Geräten DMX-Booster, DMX-Splitter und DMX-Merger verwendet werden, um entsprechend umfangreiche Installationen zu ermöglichen.


Das schöne an DMX ist zudem die Robusheit gegenüber Störungen. Zum einen wird das Signal symmetrisch übertragen. Somit werden Störungen, die auf eine Leitung einkoppeln genauso die andere Leitung beeinträchtigen. Der Empfänger kann daraufhin genau diese Störung fast vollständig herausfiltern. Kommt ein DMX-Byte dann tatsächlich mal falsch an, dann wird aufgrund der schnellen Wiederholung des DMX-Frames gleich im Anschluss an das fehlerhafte DMX-Frame ein frischen Frame übertragen und der fehlerhafte Wert wird wieder korrigiert.

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